Früh anfangen lohnt sich – besonders wenn der Staat mithilft. Alle Förderinstrumente für den Vermögensaufbau Ihrer Kinder.
Staatliche Förderung
Die Bundesregierung plant ab 2026 ein staatliches Startkapital für Kinder – direkt in ein Wertpapierdepot eingezahlt. Ziel ist es, Kindern aus einkommensschwächeren Familien einen Vermögensgrundsstock zu ermöglichen.
Startkapital 1.500 € + monatlich 15 € staatliche Zuzahlung über 18 Jahre bei 6 % Rendite p.a.: ca. 9.200 € zum 18. Geburtstag – ohne eigene Einzahlung der Eltern.
Im Rahmen der Kindergrundsicherung sollen Leistungen gebündelt werden. Für Kinder aus Bürgergeld-Haushalten ist eine erhöhte Depotförderung geplant, um den Einstieg in Kapitalanlagen zu erleichtern.
Bereits heute können Eltern über ein sogenanntes Juniordepot Wertpapiere im Namen des Kindes anlegen. Bis 8.130 € Kapitalertrag jährlich (Freibetrag des Kindes) fallen keine Steuern an.
Kindergeld (250 € / Monat, 2026) teilweise in ein Juniordepot umleiten: Bei 50 € / Monat und 7 % Rendite p.a. ergibt sich nach 18 Jahren ein Depotwert von ca. 22.000 €.
Praxis
Juniordepot bei einer Bank oder einem Onlinebroker im Namen des Kindes eröffnen. Dazu ist die Geburtsurkunde und die steuerliche Identifikationsnummer des Kindes notwendig.
Breite Streuung via MSCI World ETF oder All-World ETF. Monatliche Sparpläne ab 10 – 25 € sind bei vielen Brokern kostenlos ausführbar. Langfristig sind ETFs die kostengünstigste Wahl.
Für das Kind einen Freistellungsauftrag in Höhe von 1.000 € stellen – zusätzlich zum Grundfreibetrag des Kindes. So bleiben Kapitalerträge bis ca. 8.130 € steuerfrei.
Sobald das Kinderstartgeld-Programm startet, Antrag über die zuständige Stelle (voraussichtlich Familienkasse) stellen. Die Einzahlungen erfolgen dann direkt ins Kinderdepot.